
Die Panflöte - benannt nach
dem Hirtengott Pan. Nach der Sage wollte Pan eine Nymphe zur Frau nehmen. Als
diese ihn ablehnte, wurde sie von einer schützenden Gottheit in ein Schilfrohr
verzaubert. Aus Kummer schnitt sich Pan aus dieser eine Panflöte (griechische
Mythologie). Andere Namen für die Panflöte sind Hirtenflöte, Nai, Syrinx oder
Papagenopfeife nach Mozarts Zauberflöte, besteht aus einer Reihe von Röhrchen
mit denen verschieden hohe Töne erzeugt werden können. Panflöten gehören zur
Gruppe der Flöten, welche wiederum der Gruppe der Holzblasinstrumente
zuzuordnen sind, obwohl sie aus verschiedenen Materialien hergestellt werden
(Holz, Metall, Knochen, Ton, Glas). Teilweise wird die Panflöte auch als Orgel
eingeordnet. Einige Verwandte der Panflöte sind: Blockflöte, Querflöte,
Okarina.
Ein Ton entsteht bei diesen Instrumenten indem ein Luftstrom auf eine scharfe
Kante gelenkt und von dieser zerschnitten (Schneidekante) wird. Die Tonhöhe
wird durch die Länge der schwingenden Luftsäule bestimmt. Bei der Panflöte
geschieht dies durch verschieden lange Röhren, die zu Reihen gebündelt sind.
Die meisten Panflöten sind diatonisch gestimmt, meist in C-dur oder G-dur.
Halbtöne werden dann durch eine spezielle Blastechnik erzeugt, z.B. indem die
Panflöte um 45 Grad gekippt wird und die Oberlippe etwas weiter über die Öffnung
des Röhrchens geschoben wird. Gestimmt werden kann eine Panflöte durch das
Verschieben von passend eingesetzten Korkscheiben oder festgedrücktem
Bienenwachs. Mit locker sitzenden Wachsbällchen kann eine Panflöte aber auch
kurzfristig zwischen verschiedenen Tonleitern umgestimmt werden.
Einige Panflöten sind auch chromatisch gestimmt, wobei die Halbtöne dann
i.d.R. in einer weiteren Reihe angeordnet sind. bei Sonderformen von Panflöten
sind die Röhrchen auch in einem Bündel angeordnet, wobei die inneren Röhrchen
höher hervorstehen.
Panflöten entstanden in den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt vor
bis zu über 6000 Jahren. Heute besonders bekannt sind die windig klingenden
Panflöten aus Südamerika, besonders aus den Anden deren Röhrchen in einer
geraden Reihe angeordnet sind, sowie die klarer klingenden Nai, ursprünglich
aus Rumänien, deren Röhrchen in einem Bogen angeordnet sind.