
Das Baritonhorn ist dem Tenorhorn sehr ähnlich. Grundstimmung des Baritonhorns ist wie beim Tenorhorn das Kontra-b. Geblasen wird das Baritonhorn mit dem Kesselmundstück. Das Baritonhorn wird zumeist in der ovalen Form gebaut. In den letzten Jahren hat sich zunehmend auch die gerade Bauform etabliert, die aus dem westeuropäischen Raum stammt, und meistens für Instrumente in Brass Bands eingesetzt wird. Gemeinsam ist beiden Hörnern eine gesamte Rohrlänge von 2,90 m.
Unterschiede zwischen Bariton- und Tenorhorn:
Das Baritonhorn hat im Gegensatz zum Tenorhorn 4 Ventile.
Immer seltener sieht man auch dreiventilige Baritonhörner im Gebrauch. Das vierte Ventil erweitert den Tonumfang um eine Quarte nach unten bis zum Kontra-h. Eine weiterer Unterschied zum Tenorhorn ergibt sich aus der Mensur des Baritonhorns, welche wesentlich weiter, d.h. stärker konisch ist, als diejenige des Tenorhorns. Der Mensurunterschied zwischen den beiden Hörnern ist in etwa vergleichbar mit demjenigen zwischen Kornett und Flügelhorn, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Aufgrund der weiteren Mensur ergibt sich u.a., dass der Grundton des Baritons als Pedalton gespielt werden kann (im Gegensatz zum Tenorhorn). Weiterhin klingt der Bariton auch etwas weicher und in den tiefen Lagen auch voller als das Tenorhorn. Außerdem führt die weite Mensur dazu,
dass die Intonation auf dem Bariton variabler ist als die des Tenorhorns, so können schlecht stimmende Töne vom Baritonspieler noch leichter mit dem Ansatz korrigiert werden.